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Kein Duell sondern Diskussion! (zum Artikel in der WZ vom 21.05.2011) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: KG   
Sonntag, 22. Mai 2011 um 16:50 Uhr

Die Westdeutsche Zeitung stellt im Artikel vom 21.Mai 2011 zum Landschaftspark den
aktuellen Sachstand nicht zutreffend dar. Der Bürgerverein Monheim möchte deshalb zur
Versachlichung und neutralen Information beitragen.
Die Stadt hat einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Landschaftsparks unter drei
Fachfirmen ausgeschrieben. Die eingereichten Entwürfe wurden am 12. Mai 2011 in
einem Workshop von den Firmen vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert unter den
Gesichtspunkten 1. Landschaftsgestaltung, 2. Übergang zur Altstadt 3. Funktionalität und
Nutzungsstruktur. Und zwar in einer entspannten und auf Meinungsaustausch ausgerichteten
Atmosphäre, natürlich mit unterschiedlichen Argumenten und Standpunkten. Diese werden
in einem Protokoll festgehalten und werden doch ganz sicher auch bei den Beteiligten und
der Stadtverwaltung nachwirken und zum Nachdenken anregen. Es sind deshalb weder Inhalt
noch Formulierung der Empfehlung für die kommende Vorlage für den Planungsausschuss
festgelegt. Was der Planungsausschuss im Juni wirklich entscheiden wird, ist noch völlig
offen. Also ist Abwarten und Gesprächsbereitschaft angezeigt.

Aus der Sicht des Bürgervereins und der Naturschützer fehlt dem Entwurf C die Sensibilität
für die historisch gewachsene einzigartige Rheinidylle und das Verständnis für Landschafts-
und Tierschutz. Massive und hohe Geländemodellierungen im Landschaftsschutzgebiet
sind vorgesehen. Diese Trassierungen bewirken aber auch, dass Personen mit Kinderwagen,
Rollstuhl, Rollator, Behinderte und Senioren wesentliche Teile des Landschaftsparks und die
dort vorgesehenen Funktionsgeräte und Plätze nicht erreichen und / oder nicht nutzen können.
Diese Gruppen würden somit systematisch und dauerhaft absolut benachteiligt. Es ist daher
anzunehmen, dass sich diese Lösung nicht durchsetzt.

Demgegenüber hat der Entwurf B, viele Vorteile. 1. Er wird den Belangen des
Landschaftsschutzes am meisten gerecht. 2. Die heutige Wiesen- und Ackerfläche wird
in acht landwirtschaftliche Parzellen gegliedert. Dort werden ansprechende Saat-, Blüh-
und Pflanzkulturen ausgebracht, z.B. Raps, Mohn, Blühwiese, Klee, Sonnenblumen usw..
Zusätzliche Wege mit Sitzgelegenheiten erschließen diese Bereiche. Damit werden für alle
Besucher und Nutzergruppen die wunderschönen Felder und Wiesen im jahreszeitlichen
Wechselspiel der Natur erlebbar. 3. Der Nordbereich (von der Freilichtbühne über den alten
Stadtgarten, den Spielplatz, den Schützenplatz bis zum Am Werth) wird unter Erhaltung
der alten Bäume überarbeitet und neu gestaltet sowie mit neuen und zusätzlichen Spiel- und
Sportgeräten ausgestattet und der Abenteuerspielplatz sowie ein Mehrgenerationenplatz
realisiert.
Damit werden die von der Stadt und dem Rat gesetzten gesellschaftlichen Ziele mit
dem Landschaftspark eine Aufenthalts- und Betätigungsfläche für Kinder, Junge
Leute, Erwachsene, Senioren, aller Bevölkerungsgruppen, auch unter dem Aspekt

Mehrgenerationennutzung, zu schaffen, am besten erreicht.

Diese Einsicht und Einschätzung muss bei allen Beteiligten der Politik zum Teil noch
wachsen. Daher ist ein weiterer Gesprächsaustausch, zu dem der Bürgerverein Monheim
aufruft, sinnvoll und zielführend.