Die Westdeutsche Zeitung stellt im Artikel vom 21.Mai 2011 zum Landschaftspark den aktuellen Sachstand nicht zutreffend dar. Der Bürgerverein Monheim möchte deshalb zur Versachlichung und neutralen Information beitragen. Die Stadt hat einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Landschaftsparks unter drei Fachfirmen ausgeschrieben. Die eingereichten Entwürfe wurden am 12. Mai 2011 in einem Workshop von den Firmen vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert unter den Gesichtspunkten 1. Landschaftsgestaltung, 2. Übergang zur Altstadt 3. Funktionalität und Nutzungsstruktur. Und zwar in einer entspannten und auf Meinungsaustausch ausgerichteten Atmosphäre, natürlich mit unterschiedlichen Argumenten und Standpunkten. Diese werden in einem Protokoll festgehalten und werden doch ganz sicher auch bei den Beteiligten und der Stadtverwaltung nachwirken und zum Nachdenken anregen. Es sind deshalb weder Inhalt noch Formulierung der Empfehlung für die kommende Vorlage für den Planungsausschuss festgelegt. Was der Planungsausschuss im Juni wirklich entscheiden wird, ist noch völlig offen. Also ist Abwarten und Gesprächsbereitschaft angezeigt.
Aus der Sicht des Bürgervereins und der Naturschützer fehlt dem Entwurf C die Sensibilität für die historisch gewachsene einzigartige Rheinidylle und das Verständnis für Landschafts- und Tierschutz. Massive und hohe Geländemodellierungen im Landschaftsschutzgebiet sind vorgesehen. Diese Trassierungen bewirken aber auch, dass Personen mit Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator, Behinderte und Senioren wesentliche Teile des Landschaftsparks und die dort vorgesehenen Funktionsgeräte und Plätze nicht erreichen und / oder nicht nutzen können. Diese Gruppen würden somit systematisch und dauerhaft absolut benachteiligt. Es ist daher anzunehmen, dass sich diese Lösung nicht durchsetzt.
Demgegenüber hat der Entwurf B, viele Vorteile. 1. Er wird den Belangen des Landschaftsschutzes am meisten gerecht. 2. Die heutige Wiesen- und Ackerfläche wird in acht landwirtschaftliche Parzellen gegliedert. Dort werden ansprechende Saat-, Blüh- und Pflanzkulturen ausgebracht, z.B. Raps, Mohn, Blühwiese, Klee, Sonnenblumen usw.. Zusätzliche Wege mit Sitzgelegenheiten erschließen diese Bereiche. Damit werden für alle Besucher und Nutzergruppen die wunderschönen Felder und Wiesen im jahreszeitlichen Wechselspiel der Natur erlebbar. 3. Der Nordbereich (von der Freilichtbühne über den alten Stadtgarten, den Spielplatz, den Schützenplatz bis zum Am Werth) wird unter Erhaltung der alten Bäume überarbeitet und neu gestaltet sowie mit neuen und zusätzlichen Spiel- und Sportgeräten ausgestattet und der Abenteuerspielplatz sowie ein Mehrgenerationenplatz realisiert. Damit werden die von der Stadt und dem Rat gesetzten gesellschaftlichen Ziele mit dem Landschaftspark eine Aufenthalts- und Betätigungsfläche für Kinder, Junge Leute, Erwachsene, Senioren, aller Bevölkerungsgruppen, auch unter dem Aspekt
Mehrgenerationennutzung, zu schaffen, am besten erreicht.
Diese Einsicht und Einschätzung muss bei allen Beteiligten der Politik zum Teil noch wachsen. Daher ist ein weiterer Gesprächsaustausch, zu dem der Bürgerverein Monheim aufruft, sinnvoll und zielführend.
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