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Neue Toluol-diisocyanat Anlage bei Bayer Dormagen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: KG   
Samstag, 14. Mai 2011 um 15:40 Uhr
Hallo liebe Mitglieder des Bürgerverein Monheim,

anbei übermittle ich die heute eingegangene Einladung von Bayer MaterialScience für den 19.Mai. 2011 von 17 - 18:30 Uhr im Hotel am Wald, um über die Errichtung einer neuen Anlage zur Herstellung von Toluol-diisocyanat (TDI), das zur Herstellung von Polyurethan-Weichschaum benötigt wird, zu informieren und sich mit den Bürgern auszutauschen.
TDI ist eine giftige, farblose bis gelbliche Flüssigkeit. Als Ausgangsstoff wird bei der Herstellung das hochgiftige Phosgen, das im 1. Weltkrieg als Giftgas (Grünkreuz) angewendet wurde, eingesetzt. Das heißt, bei einem Störfall bei Bayer könnte es gefährlich werden.

Es wird ein Verfahren nach Bundes-Immissionsschutzgesetz § 10 durchgeführt und die nach Ansicht der zuständigen Bezirksregierung Köln im Gefährdungsradius von 3 km liegenden Gemeinden / Bürger beteiligt.
Bayer hat jetzt auch die einschlägigen Organisationen - so auch den BVM - zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Das ist sehr lobenswert und ist Ergebnis des Lernprozesses mit der CO- Leitung.
Die Stadt Monheim hat sich in der gestrigen Ausschusssitzung als eher hilflos und wenig interessiert bzw. aktiv gezeigt.

Am selben Tag findet ab 19:30 auch der Stammtisch des BVM statt, was aber unschädlich ist, weil die Veranstaltung von Bayer planmäßig schon um 18:30 endet.

Es wird um rege Teilnahme gebeten - allen voran der Chemiker und Ingenieure in unserem Verein - .
Bitte die Teilnahme bis 15.5.2011 per Anruf oder Mail bekannt geben, damit der BVM die Meldung am 16.5.11 durchführen kann.

Als Grundsatz der Befassung sollte gelten: Informationen (Produktionsprozess, mögliche Störfälle, Erfahrungen von anderen Produktionsstätten in BRD / Europa, usw.) unvoreingenommen abfragen, offener Umgang mit dem Thema. Jedoch gilt es Vorsicht walten zu lassen und Vorsorge anzustreben, um im Produktionsprozess, bei der Lagerung und beim Transport sowie bei potentiellen Störfällen in allen Phasen (die Bayer darstellen soll) die Menschen und Natur ausreichend zu schützen. Die erforderlichen Massnahmen zur Vermeidung bzw. zur Beherrschung der unterschiedlichen Störfälle sind von Bayer darzustellen. Erst danach kann man die Produktion in Dormagen einschätzen und beurteilen.

Im weitern Verfahren muss sich auch der BVM mit dem Thema vertieft befassen und sich ggf. mit Eingaben beteiligen - abhängig von den Erkenntnissen und der Bewertung der erhaltenen Informationen. Das kann beim Stammtisch im Juni und/oder bei einem speziellen Treffen des Bürgerverein Monheim behandelt werden.

Mit besten Grüßen

Klaus Glasow