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Bayer überzeugte bei der Sicherheit der TDI- Anlage! |
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Geschrieben von: KG
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Montag, 18. Juli 2011 um 08:16 Uhr |
Nach der Informationsveranstaltung der Firma Bayer Material Science (BMS) sowie nach Akteneinsicht in die Antragsunterlagen der TDI-Anlage kam es am 12. Juli zwischen dem Bürgerverein Monheim (BVM) und vier Spezialisten von Bayer zu einer fünfstündigen Informations-, Gesprächs- und Diskussionsveranstaltung im Bayerwerk Dormagen. Thema war ausschließlich die Sicherheit und das Gefährdungspotential der TDI-Anlage. Basis dazu war ein zuvor an Bayer gesandter detaillierter Fragenkatalog, der sich überwiegend auf ganz konkrete Angaben der Antragsunterlagen bezog. Die Vertreter von Bayer behandelten zuerst die generellen und danach die speziellen Sicherheitsaspekte zur Planung und Erstellung sowie den Betrieb der TDI- Anlage. Dabei wurden die allgemeinen und die speziellen passiven und aktiven Maßnahmen zur Sicherheit der TDI - Anlage unter verschiedenen Blickwinkeln dargestellt und diskutiert. Im Ergebnis ist den Vertretern der BMS ein großes Lob auszusprechen für die gezeigte Offenheit und die umfassende Informationsbereitstellung, die auch Chemieunfälle in anderen Ländern betraf. Keiner Frage wurde ausgewichen und alle kritischen Hinterfragungen konnten eindeutig und inhaltlich überzeugend beantwortet werden.
Die geplante Anlage braucht die Bürger nicht zu beunruhigen. Ein mehrstufiges abgestimmtes und ineinander greifendes System von verschiedenen Komponenten liefert Sicherheit für die Mitarbeiter und damit auch für die Menschen in der Umgebung sowie die Natur. Schlagwortartig seien genannt: Umfassende vorbeugende konstruktive Maßnahmen in der Gesamtanlage. Die Prozesse mit höchst gefährlichen Stoffen wie CO und Phosgen sowie Salzsäure werden sicherheitshalber in zwei eingehausten Gebäudeteilen mit besonderer Luftführung und Explosionsschutzinstallation abgeschottet. Dort werden die höchst gefährlichen Stoffe nur in jeweils der Menge produziert, die im nächsten Prozessschritt tatsächlich benötigt werden. Es gibt also keine Zwischenbevorratungen, die im Brand- oder Explosionsfall größte Schäden anrichten könnten. Bei den Prozesselementen sind redundante und voneinander unabhängige sicherheitstechnische Komponenten eingesetzt, sodass Fehlerkonstellationen frühzeitig erkannt und der Prozess autonom unterbrochen wird. Alle Prozessschritte und Anlagenbestandteile werden mit einer computergestützten Prozessleittechnik (PLT) gesteuert und überwacht. Zudem sind davon unabhängige technische selbstsichernde Anlagenkomponenten vorhanden, die bei Unregelmäßigkeiten den gesamten Produktionsprozess stoppen. Zusätzlich werden die Gesamtanlage und die Prozesse durch geschultes Personal in laufenden Rundgängen überwacht. Und schließlich ist eine kompetente Werksfeuerwehr jederzeit einsatzbereit. Mit all diesen Maßnahmen wird das Gefährdungspotential im Falle einer Störung insgesamt extrem klein gehalten.
Im Ergebnis heißt das: Das organisatorische Managementkonzept mit Prozessleittechnik (PLT), die konstruktiven Maßnahmen nach dem neuesten Stand der Technik, die druckfeste Bauweise, Abstoppsysteme sowie die laufende Überwachung und Kontrolle des Betriebes durch qualifiziertes Personal bieten ein Höchstmaß an Sicherheit. Beim kommenden Stammtisch am Donnerstag, den 21. Juli 2011 wird der Bürgerverein Monheim darüber berichten.
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